Nikos Anastasiades wird Präsident von Südzypern

Die Ergebnisse der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen im griechischen Teil der Insel Zypern stehen fest. Bei den Wahlen am Sonntag zum Staatsoberhaupt der Republik in Südzypern ging Nikos Anastasiades, Chef der gemäßigt konservativen „Demokratischen Versammlung“ (Dimokratikos Synagermos – DISY), mit 236.965 Stimmen (57,48%) als Sieger hervor. Der Kandidat der postkommunistischen „Fortschrittspartei des werktätigen Volkes“ (Anorthotiko Komma Ergazomenou Laou – AKEL), Stavros Malas, erhielt 175.267 Stimmen (42,52%). Sowohl der letzte Amtsträger Dimitris Christofias, der nicht zur Wiederwahl antrat, als auch der Gegenkandidat Malas haben am Abend dem Wahlsieger telefonisch gratuliert.

Nikos Anastasiades wurde 1946 in Limassol geboren. Er studierte am „University College London“ und wurde 1981 ins griechisch-zyprische Parlament gewählt. 1997 wurde er schließlich DISY-Chef. Anastasiades, Vater zweier Töchter und Großvater von vier Enkelkindern, war ein Unterstützer des Annan-Plans, der 2004 beim Referendum von der Dreiviertelmehrheit der griechischen Zyprer abgelehnt wurde und zum Scheitern der Vereinigung der Insel Zypern führte.

Statistik zur zweiten Runde der Präsidentenwahl in Südzypern

  • Registrierte Wähler: 545.493
  • Abgegebene Stimmen: 445.009
  • Wahlbeteiligung: 81,58%
  • Gültige Stimmen: 412.232 (92,63%)
  • Ungültige Stimmen: 14.747 (3,31%)
  • Leere Stimmzettel: 18.030 (4,05%)

(cna, cybc, tak)

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