Isolation Nordzyperns als ein Erfolg von Christofias

Im Februar wird der Staatspräsident Südzyperns, Dimitris Christofias, seine fünfjährige Amtszeit zelebrieren. Im Vorfeld des Endes seiner Regierungsperiode hat er bereits seine erzielten Erfolge bekanntgegeben. In den letzten fünf Jahren habe das Oberhaupt der griechischen Zyprer die politische Entwicklung der Türkischen Republik Nordzypern verhindert. Seiner Ansicht nach führe die Aufwertung des nordzyprischen Staates zur Teilung der Insel und Reduzierung der Hoffnungen in eine Lösung der Zypernfrage. Als einen großen Erfolg bezeichnete Christofias die Unterbindung eines Direkthandels zwischen der Europäischen Union und dem türkischen Inselnorden. Er habe die internationale Gemeinschaft davon überzeugen können, dass allein die Türkei die unversöhnliche Konfliktpartei sei, so Christofias. Bezüglich des Zypernkonflikts erklärte das Staatsoberhaupt, dass er sich für zeitlich unbegrenzte Verhandlungen eingesetzt und eine Schiedsrichterrolle der Vereinten Nationen entschieden abgelehnt habe, da ansonsten sein Land in eine Sackgasse geführt werde.

Des Weiteren habe Christofias alle Vorschläge der türkisch-zyprischen Seite zur Lösung der Zypernfrage zurückgewiesen und stattdessen eigene Forderungen gestellt, wie die Öffnung des Hafens von Famagusta unter EU-Aufsicht und die Rückgabe des ehemaligen Touristenzentrums Varosha an die griechisch-zyprische Seite. Die türkisch-zyprische Seite habe seine Vorschläge nicht akzeptiert, weil dadurch die Bestrebungen zur politischen Entwicklung des Inselnordens beseitigt worden wären, so Christofias. Darüber hinaus behauptete der südzyprische Regierungschef, der Norden der Insel verfolge als Ziel die Errichtung einer lockeren Föderation oder eines Staatenbundes auf Zypern. Laut Christofias müsse man dieses Vorhaben bekämpfen, damit der Norden eine bizonale und bikommunale Föderation akzeptiere. (ntvmsnbc, türkiye)

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Kommentare

  1. meint

    Da vergisst Christofias die wirtschaftliche Entwicklung der KKTC/TRNZ. Europa braucht den Norden Zyperns und wird ihre Bestrebungen, mit ihnen Handel aufzunehmen, zum Missfallen der Griechen im Süden fortsetzten, die den Annan-Plan ablehnt haben und nun vor dem Bankrott stehen ;)

  2. Naciye Gökberk meint

    Da du nun die größten sozialistischen Hoffnungsträger Talat und Christofias abgewählt wurden beziehungsweise nicht mehr antreten werden, muss man sich der Wahrheit stellen, endlich die Teilung akzeptieren und eine friedliche Zweistaatenlösung umsetzen. Es gibt nunmal Länder wie Zypern, die gehören geteilt: Tschechien-Slowakei, Serbien-Kosovo, Nordsudan-Südsudan, Jugoslawien-Bosnien, China-Taiwan, Israel-Palästina, Nordirland-Südirland, Nordkorea-Südkorea.